Datenschutz: So geht Verschlüsseln! – Hilfe gegen NSA, Prism, Xkeyscore und Co

Datenschutz: So geht Verschlüsseln! – Hilfe gegen NSA, Prism, Xkeyscore und Co

Von Boris Kartheuser (Dozent Henri-Nannen-Schule)

Bei der deutschen Bevölkerung spielt das Thema Prism keine große Rolle. Viele Menschen fühlen sich nicht betroffen. Sie denken, sie haben nichts zu verbergen. Doch ganz so einfach ist es nicht. Denn beim näheren Hinsehen haben wir alle unsere größeren oder kleineren Geheimnisse, die wir nicht mit der Öffentlichkeit oder Mitarbeitern der Geheimdienste teilen möchten. Dies betrifft ärztliche Diagnosen ebenso wie Steuererklärungen oder Briefe mit persönlichem Inhalt. Und wie sieht es erst mit der jahrzehntelangen Videoüberwachung der eigenen Wohnung aus? Weil man sich beispielsweise für Menschenrechte engagiert. So erging es dem Publizisten und Rechtsanwalts Rolf Gössner. Kein Einzelfall.

Journalisten im Visier

Auch Journalisten stehen im Fokus der Behörden. Der Staat möchte wissen, von welcher Seite ihm Ungemach droht. Das musste unter anderem die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) lernen. Denn die US-Regierung bespitzelte eine Vielzahl von AP-Journalisten monatelang. Sie überwachte nicht nur geschäftliche, sondern auch private Telefonate.

Umso wichtiger ist es, dass Journalisten lernen, ihre Inhalte zu schützen. Einen wichtigen Faktor bildet hier die Verschlüsselung von E-Mails. Viele Menschen schrecken aufgrund geringer Computerkenntnisse davor zurück. Dabei ist Mailverschlüsselung denkbar einfach. Einmal eingerichtet genügt in Zukunft ein Knopfdruck, um sicherer zu kommunizieren.

Selbsthilfe gegen NSA, Prism und Co.

In meinem Erklärvideo zeige ich Schritt für Schritt, wie das Ganze funktioniert. Die Anleitung greift nicht ins System ein. Folgt man der einfach gehaltenen Erklärung, kann kein Schaden entstehen, alles kann wieder gelöscht werden. Viel Spaß beim Verschlüsseln!

Weitere Informationen über den Autoren finden Sie auf der Seite “Autoren für die Pressefreiheit

Links

http://www.zeit.de/2012/07/Interview-Goessner
http://bigstory.ap.org/article/govt-obtains-wide-ap-phone-records-probe .

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  • Arno

    Schönes Video! Zwei Anmerkungen dazu: der öffentliche Schlüssel der Kommunikationspartner kann auch (einfacher) über PGP-Keyring-Server verbreitet bzw. bezogen werden. So muss man die Public Keys nicht unbedingt an den jeweils anderen per Mail senden, sondern kann die Schlüssel auf dem Keyring-Server einfach suchen. Zweitens: Im Video sagt der Autor, dass der Empfänger der Testmail bei der EFF die „Passphrase eingeben muss, die wir am Anfang […] eingegeben haben“. Natürlich weiss ich, dass der Autor meinte, dass der Empfänger seine eigene Passphrase eingeben muss für den Zugriff auf seinen Secret-Key, aber für den technisch nicht affinen Normalverbraucher klingt das so, dass er seine Passphrase auch verteilen solle – das darf auf keinen Fall passieren.