Stimmen vom Henri Nannen Preis: Stefan Aust und Giovanni di Lorenzo

Stimmen vom Henri Nannen Preis: Stefan Aust und Giovanni di Lorenzo

Stefan Aust über seine Favoriten und die Forderung der Augstein Witwe, wieder Chefredakteur beim Spiegel zu werden

PfiD: Herr Aust, wer ist heute Abend Ihr Favorit in der Kategorie „Investigation“?

Aust: Ich habe gar keine Ahnung, wer die Nominierten sind.

PfiD: Aber der Spiegel ist doch nominiert.

Aust: Ich habe die Artikel nicht gelesen – auch nicht die vom Spiegel. Hinterher können Sie mich noch einmal fragen, was ich am besten fand.

PfiD: Anderes Thema. Die Augstein-Witwe hat gefordert, dass Sie als Chefredakteur zum Spiegel zurückkehren sollen. Was sagen Sie dazu?

Aust: Das habe ich gelesen (lacht).

PfiD: Und? Wollen Sie sich dazu aus dem Fenster lehnen?

Aust: Nein, warum sollte ich das tun.

PfiD: Danke Herr Aust, bis später.

Giovanni di Lorenzo über das neue Telekommunikationsgesetz und die umstrittene Bestandsdatenauskunft

PfiD: Die sogenannte Bestandsdatenauskunft ermöglicht in Zukunft der Polizei und den Geheimdiensten, schon bei Ordnungswidrigkeiten oder gar präventiv auf sämtliche Handy- und Kommunikationsdaten zuzugreifen. Der Deutsche Journalisten-Verband sagt, das sei eine Gefahr für die Pressefreiheit – insbesondere für den Informantenschutz. Wie schätzen Sie das ein?

Di Lorenzo: (Überrascht) Ist das so? Ich muss Ihnen gestehen, ich bin zu wenig im Thema drin, als dass ich dazu Stellung nehmen könnte.

PfiD: Halten Sie das für ein relevantes Thema?

Di Lorenzo: Ich werde das gleich am Montag anschieben.

PfiD: Vielen Dank. Wir sehen uns später.

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