Stoppt das Kryptohandy „Blackphone“ die Totalüberwachung durch Geheimdienste und Unternehmen?

Stoppt das Kryptohandy „Blackphone“ die Totalüberwachung durch Geheimdienste und Unternehmen?

NSA, BND und Co. schaffen Märkte: Dieses Handy soll vor Überwachung schützen. Das Blackphone. Können die Hersteller halten, was sie versprechen? Oder gibt es auch zu den Daten dieser Geräte Hintertüren? Die Entwickler versprechen, dass jegliche Kommunikation über dieses Smartphone verschlüsselt stattfindet. Wie genau sie dieses Versprechen erfüllen wollen, ist bisher noch unklar.

Die Firmen Silent Circle und Geeksphone wollen jetzt ein abhörsicheres Smartphone auf den Markt bringen. Es heißt Blackphone. Die Entwickler versprechen, dass jegliche Kommunikation über dieses Smartphone verschlüsselt stattfindet. Wie sie einen Sicherheitsstandard einhalten können, der sämtliche Möglichkeiten der Geheimdienste und Unternehmen ausschließt, erklären die Krypto-Stars nicht.

Als Reaktion auf die Snowden-Enthüllungen schossen Startups aus dem Boden, die versprachen, eine vor der NSA abhörsichere Kommunikation zu ermöglichen. Die wenigsten konnten bisher ihre Versprechen halten. Ob Blackphone es kann, wird sich noch zeigen.

Doch mit Phil Zimmermann haben die Entwickler von Blackphone jemanden im Team, der sich bereits einen Namen in der Crypto-Szene gemacht hat. Zimmermann ist der Erfinder von PGP, Pretty Good Privacy, einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselungstechnik, die auch heute noch von Experten als sicher eingestuft wird.

PGP war die erste asynchrone Verschlüsselungstechnik für Privatanwender. Vorher bestand die Möglichkeit, E-Mails zu verschlüsseln nur für Regierungen.

Das Blackphone ist Zimmermanns nächster Clou. Es wird mit dem auf Android basierenden Betriebssystem PrivateOS laufen und soll uns die Kontrolle über unsere Mobilfunk-Daten zurückgeben. Das Blackphone wird keine SIM-Lock besitzen und soll mit jedem GSM-Anbieter kompatibel sein.

Laut Angaben der Entwickler soll das Blackphone bei den Benchmark-Tests anerkannter Hersteller Spitzenleistungen erzielt haben. Genauere Informationen über die verbaute Hardware sind aber nicht bekannt.

Ab 24. Februar kann das Blackphone vorbestellt werden. An diesem Tag wird es auch auf dem Mobile World Congress in Barcelona vorgestellt.

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  • Sebastian

    Euer Auswanderungsbanner ist aber nervig. Über Leute die den Browser nicht Fullscreen machen wollen hat man da nicht nachgedacht. Ich hab mir den Artikel jetzt nur teilweise durchgelesen weil es nervt nur unterhalb des Banners ein paar Zeilen lesen zu können.

    • Björn

      …einfach kurz mal Strg und minus drücken 😉 Und entschuldige: Wir brauchen Energie auch in Form vom finanzieller Unterstützung… Und freuen uns über den ersten Sponsoren.
      Beste Grüße.