Ulrich Janßen, Vorsitzender der dju: „Ökonomische Zwänge schränken die Pressefreiheit ein“

Ulrich Janßen, Vorsitzender der dju: „Ökonomische Zwänge schränken die Pressefreiheit ein“

Outsourcing, steigende Arbeitsbelastung und Dumpinglöhne schränken laut dju– Vorstand Janßen  die Pressefreiheit ein.

Der Vorsitzende der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju in ver.di), Ulrich Janßen, sagte in einer Stellungnahme zum Tag der Pressefreiheit am 3. Mai: „Es ist notwendig, sich die Frage zu stellen, wie frei Journalismus in Deutschland angesichts sich stetig verschlechternder ökonomischer Bedingungen für Medienschaffende tatsächlich ist. Ökonomische Zwänge schränken die Pressefreiheit ein, darüber brauchen wir uns keine Illusionen zu machen. Je größer diese Zwänge auf Freie, aber zunehmend auch auf fest angestellte Journalistinnen und Journalisten sind, desto mehr leidet die Qualität der journalistischen Arbeit. Auf Dauer hat dies negative Auswirkungen auch auf die Demokratiefähigkeit unserer Gesellschaft“, so Janßen. Für eine funktionsfähige Demokratie hingegen sei sie unverzichtbar.

 

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  • Alex

    Es klingt banal. Tatsächlich sind die knappen Resourcen und die oberflächlichen Blitz-Recherchen – mehr als das ist oft kaum machbar – aus meiner Erfahrung eine Bedrohung für die journalistische Qualität.