UN-Strategie: Mehr Sicherheit für Journalisten

UN-Strategie: Mehr Sicherheit für Journalisten

Die Vereinten Nationen haben eine Strategie zur Umsetzung des Aktionsplans zur Sicherheit von Journalisten und der Frage der Straffreiheit veröffentlicht. Die Strategie fordert alle Akteure dazu auf, sich für ein freies und sicheres Arbeitsumfeld für Journalisten einzusetzen.


Die Strategie basiert auf umfassenden Konsultationen mit rund 100 Akteuren von internationalen Organisationen, Berufsverbänden, Medien, aus der Wissenschaft, Zivilgesellschaft und von Regierungen. Die UNESCO hat den Konsultationsprozess im Anschluss an die Verabschiedung des Aktionsplans der Vereinten Nationen zur Sicherheit von Journalistenim April 2012 koordiniert.Das Dokument beinhaltet einen detaillierten Arbeitsplan zur Umsetzung des Aktionsplans auf globaler, regionaler und nationaler Ebene. Um sich zunächst auf die Regionen und Länder zu konzentrieren, in denen die Arbeit von Journalisten am stärksten beeinträchtigt wird, soll die Strategie zuerst an die nationalen Gegebenheiten des Iraks, Nepals, Pakistans und des Südsudans angepasst werden. Als gesamte Region steht außerdem Lateinamerika im Fokus der multilateralen Bemühungen zur Stärkung der Pressefreiheit.

Die Strategie benennt 100 Maßnahmen, die über die nächsten zwei Jahre von verschiedenen VN-Organisationen und anderen Akteuren umgesetzt werden sollen, darunter:

  • VN-interne Mechanismen zur Koordination von Maßnahmen zur Sicherheit von Journalisten schaffen,
  • Regierungen dabei unterstützen, Gesetze zur Sicherheit von Journalisten zu erstellen und das Recht auf Meinungs- und Informationsfreiheit zu schützen,
  • bewusstseinsbildende Maßnahmen ergreifen, um Bürgern die zentrale Bedeutung von Meinungs- und Informationsfreiheit zu vermitteln,
  • Weiterbildungen für Journalisten zum Thema Sicherheit on- und offline anbieten,
  • gute Arbeitsbedingungen für angestellte und freie Journalisten fördern,
  • Notfallunterstützungsmechanismen für Journalisten schaffen,
  • besondere Maßnahmen zum Schutz von weiblichen Journalisten ergreifen, um stetig ansteigenden Fällen von sexueller Belästigung und Vergewaltigungsfällen entgegenzuwirken.

Die Umsetzung der Strategie zur Sicherheit von Journalisten wird von der UNESCO in Abstimmung mit dem VN-Entwicklungsprogramm (UNDP) und dem Hohen Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR) koordiniert.

Weitere Informationen:

Implementation Strategy 2013-2014

Aktionsplan der Vereinten Nationen zur Sicherheit von Journalisten

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